Schmierung von Trapezgewinden: So verlängern Sie die Lebensdauer Ihrer Muttern
Bei Trapezgewinden wird die Schmierung häufig unterschätzt. Dennoch ist sie einer der wichtigsten Faktoren, die die Lebensdauer einer Trapezgewindemutter bestimmen. Ein geeignetes Schmiermittel reduziert die Reibung zwischen Spindel und Mutter, führt Wärme ab und unterstützt die Entfernung von Verschleißpartikeln aus dem Kontaktbereich. Besonders bei dynamischen Anwendungen, bei denen sich die Mutter kontinuierlich bewegt, kann eine gute Schmierung den Unterschied zwischen einer kurzen Lebensdauer und einem jahrelangen störungsfreien Betrieb ausmachen.
Bei Trapeziumdraad.nl haben wir umfangreiche Untersuchungen zum Einfluss verschiedener Schmiermittel auf die Lebensdauer von Trapezgewindemuttern durchgeführt. Auf Grundlage von tausenden Testzyklen haben wir untersucht, welche Faktoren den größten Einfluss auf die Lebensdauer haben. Aus diesen Untersuchungen ergeben sich drei praktische Empfehlungen, mit denen sich nahezu jede Anwendung deutlich verlängern lässt.
1. Jede Schmierung ist besser als keine Schmierung
Der größte Gewinn wird nicht durch die Auswahl des perfekten Schmiermittels erzielt, sondern bereits dadurch, überhaupt zu schmieren.
Während unserer Praxistests zeigte sich, dass eine ungeschmierte Trapezgewindemutter bereits nach relativ wenigen Bewegungszyklen erste Verschleißerscheinungen zeigte. Sobald dieselbe Anwendung mit einem Schmiermittel versehen wurde, erhöhte sich die Lebensdauer deutlich. Selbst die am wenigsten leistungsfähigen Schmiermittel verlängerten die Standzeit um ein Vielfaches gegenüber einem vollständig trockenen Betrieb.
Dies lässt sich einfach erklären. Ohne Schmierung entsteht ein direkter Metall-Kunststoff- oder Metall-Bronze-Kontakt. Dadurch steigen sowohl die Reibung als auch die Temperatur schnell an. Außerdem verbleiben kleine Verschleißpartikel zwischen den Gewindeflächen, wodurch sie wie ein Schleifmittel wirken und den Verschleiß weiter beschleunigen.
Ein Schmiermittel bildet einen schützenden Film zwischen den Kontaktflächen. Dadurch wird die Reibung reduziert, weniger Wärme erzeugt und Verschleißpartikel können besser abgeführt werden.
Kurz gesagt: Wenn Sie nur eine Maßnahme ergreifen können, um die Lebensdauer Ihres Trapezgewindes zu verlängern, sorgen Sie dafür, dass die Spindel ausreichend geschmiert ist.

2. Wählen Sie ein für Trapezgewinde geeignetes Schmiermittel
Nicht jedes Fett ist für langsam bewegte Spindelantriebe entwickelt worden. Verschiedene Schmiermittel verhalten sich unter Belastung, bei hohen Flächenpressungen oder unter feuchten Bedingungen unterschiedlich.
Um herauszufinden, welche Fette die besten Ergebnisse liefern, haben wir gemeinsam mit Mavom und DuPont verschiedene Schmiermittel an unseren Trapezgewindeprodukten getestet. Während dieser Praxistests wurden identische Spindel-Mutter-Kombinationen über einen längeren Zeitraum belastet, wobei ausschließlich das verwendete Schmiermittel variiert wurde.
Die Schmiermittel, die während dieser Tests die besten Ergebnisse erzielten, sind inzwischen erhältlich als:
VetInside – entwickelt für trockene und saubere Innenbereiche.
VetOutside – entwickelt für Außenanwendungen und Bedingungen, bei denen Feuchtigkeit, Schmutz oder wechselnde Witterungseinflüsse eine Rolle spielen.
Durch die Auswahl eines auf die Anwendung abgestimmten Schmiermittels bleibt der Schmierfilm länger erhalten und der Verschleiß wird weiter reduziert.
3. Großzügig schmieren und regelmäßig kontrollieren
Ein häufiger Fehler besteht darin, nur eine dünne Fettschicht aufzutragen, um Schmiermittel einzusparen. Obwohl dies kurzfristig vorteilhaft erscheint, führt es in der Praxis häufig zu einer deutlich kürzeren Lebensdauer der Mutter.
Während des Betriebs wird ein Teil des Fettes verdrängt, verunreinigt oder langsam aus den Gewindegängen herausgedrückt. Wenn nicht ausreichend Fett vorhanden ist, verschwindet der schützende Schmierfilm und die Reibung steigt unmittelbar an.
Eine ausreichende Menge Fett sorgt dafür, dass:
- die Kontaktflächen dauerhaft geschmiert bleiben;
- Wärme besser abgeführt wird;
- Verschleißpartikel im Fett aufgenommen werden, anstatt zwischen den Gewindegängen zu zirkulieren;
- die Schmierung zwischen Wartungsintervallen länger wirksam bleibt.
Dies ist besonders bei Trapezgewinden wichtig. Durch die gleitende Bewegung zwischen Spindel und Mutter ist die Reibung von Natur aus höher als beispielsweise bei einer Kugelumlaufspindel. Eine gute Schmierung bietet daher einen besonders großen Nutzen.

Keine Schmierung

Zu geringe Schmierung

Ausreichende Schmierung
Zusammenfassung
Mit drei einfachen Grundsätzen kann die Lebensdauer von Trapezgewindemuttern erheblich verlängert werden:
- Immer schmieren.
- Ein geeignetes Schmiermittel verwenden.
- Ausreichend Fett auftragen und die Schmierung regelmäßig kontrollieren.
Durch die Anwendung dieser Richtlinien werden Verschleiß, Wärmeentwicklung und Reibung deutlich reduziert, wodurch die Lebensdauer sowohl der Spindel als auch der Mutter erheblich steigt.
Sind selbstschmierende Kunststoffe wartungsfrei?
Materialien wie PETP-SL, PA6-MoS₂ und HDPE verfügen über selbstschmierende Eigenschaften. Dadurch können diese Materialien unter bestimmten Bedingungen ohne zusätzliche Schmierung eingesetzt werden.
Das bedeutet jedoch nicht, dass eine Schmierung überflüssig ist.
Auch bei diesen Kunststoffen sorgt ein geeignetes Schmiermittel für weniger Reibung, eine niedrigere Temperatur und eine deutlich höhere zulässige Belastung. In der Praxis kann eine geschmierte Kunststoffmutter daher unter anspruchsvolleren Bedingungen eingesetzt werden als dieselbe Mutter ohne Schmierung.
Die nachfolgende Tabelle zeigt die empfohlenen maximalen Flächenpressungen für verschiedene Materialien, sowohl mit als auch ohne Schmierung. Besonders bei höheren Belastungen wird deutlich, welchen Unterschied eine gute Schmierung machen kann.

Bei der Auswahl einer Kunststoff-Trapezgewindemutter ist es daher sinnvoll, nicht nur das Material zu betrachten, sondern auch die Möglichkeit einer regelmäßigen Schmierung der Spindel zu berücksichtigen. In vielen Anwendungen führt dies zu einer erheblichen Verbesserung der Lebensdauer und Betriebssicherheit.
